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Eingewöhnung im neuen Heim
Für ein junges Hörnchen ist die Trennung von der Mutter und seinen Geschwistern immer mit grossem Stress verbunden. Hier deshalb einige Tipps, wie sie dem Jungtier die Eingewöhnung erleichtern können:
 
Man sollte sicherstellen, dass die Voliere bereits fixfertig eingerichtet ist, bevor man mit dem Streifenhörnchen zu Hause ankommt. Das Streifenhörnchen sollte so schnell wie möglich in seiner Voliere untergebracht werden. Am besten stellt man die Transportbox mit dem Hörnchen in die Voliere und öffnet den Deckel der Box.
 
Man sollte das Hörnchen nicht aus dem Transportbehälter scheuchen, sondern das Hörnchen das Tempo bestimmen lassen. Wichtig ist es, Geduld zu haben. Vielleicht benötigt das Hörnchen etwas Zeit, bis es sich aus der Box traut.
 
Wenn man Glück hat wird das Streifenhörnchen schon sehr schnell seine neue Umgebung begutachten. Am besten hält man ein bisschen Abstand, während man das Hörnchen beobachtet und vermeidet anfangs laute Musik-, Fernseh- oder andere laute Geräusche, die es erschrecken könnten.
 
Sobald das Streifenhörnchen beginnt zu fressen oder zu trinken, ist die erste Hürde genommen und dann darf man sich langsam der Voliere nähern. Es ist vorteilhaft, das Hörnchen von Beginn an mit seinem Namen anzusprechen und diesen oft zu wiederholen. Schon nach kurzer Zeit wird es auf seinen Namen reagieren.
 
Gegen Abend wird sich das Hörnchen einen Schlafplatz suchen und sich zurückziehen.
Man sollte auf jeden Fall vermeiden, das Hörnchen aufzuwecken, sonst erschrickt es und wird sich danach in seiner Voliere nicht mehr sicher fühlen.
 
Mindestens 3 - 4 Wochen sollte das Streifenhörnchen ohne Freilauf in seiner Voliere bleiben. Durch diese Vorgehensweise gewöhnt sich das Hörnchen an sein neues Revier und definiert dieses als sein neues und sicheres Zuhause.
Es ist wichtig, dass man nur dann in das Revier des Streifenhörnchens eindringt, wenn es sich nicht vermeiden lässt. (Futter und Wasser wechseln, Reinigung etc.). Solche Tätigkeiten sollte man erst ausführen, wenn das Hörnchen schläft.
 
Wenn man das Streifenhörnchen zu früh aus der Voliere lässt, kann es passieren, dass das Hörnchen die Voliere nicht mehr als sein Revier ansieht und stattdessen ausserhalb ein Territorium definiert. Dies würde die künftige Haltung enorm erschweren, weil es sich dann ausserhalb der Voliere einen Schlafplatz sucht und kaum mehr dazu zu bewegen ist, ins Gehege zurück zu kehren. Das Einfangen führt dann zu viel Stress für das Hörnchen und kostet auch den Halter unnötig viele Nerven.
 
Während der Eingewöhnungszeit muss sich das Hörnchen erst an die neuen Gerüche, Geräusche und auch an den Tages- Rhythmus der Halter gewöhnen. Damit sich das Streifenhörnchen besonders schnell an den Geruch der neuen Familie gewöhnen kann, empfiehlt es sich, ein getragenes, ungewaschenes Kleidungsstück (z.B. ein altes T- Shirt) in die Voliere zu legen. Eine besondere Freude bereitet man dem Hörnchen, wenn man aus dem Kleidungsstück eine Hängematte basteln würde (unsere Hörnchen lieben Hängematten!).
 
Um das Streifenhörnchen an die neuen Stimmen zu gewöhnen, ist es ratsam viel mit dem Hörnchen zu sprechen. Man kann sich beispielsweise in die Nähe der Voliere setzen und ihm laut vorlesen, dadurch wird der Prozess beschleunigt.
 
In der Eingewöhnungszeit ist es ebenfalls wichtig, dass sich jedes Familienmitglied regelmässig der Voliere nähert und dem Streifenhörnchen durch das Gitter ein Leckerli (Nüsse oder noch besser einen Mehlwurm) anbietet. Hektische Bewegungen sollte man dabei vermeiden, ansonsten wird sich das Hörnchen erschrecken und sich an einen sicheren Platz in seiner Voliere zurückziehen.