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Einrichtung der Voliere
Einrichtung der Voliere
 
Die Voliere sollte mit mehreren Häuschen aus Naturmaterialien ausgestattet werden. (Wir empfehlen 3 bis 4 Häuschen). Die Streifenhörnchen wechseln besonders anfangs sehr gerne mal ihren Schlafplatz. In der freien Natur ist dies nötig, damit ihre Fressfeinde nicht so einfach lokalisieren können, wo sie sich schlafen legen. Die anderen Häuschen benutzt das Streifenhörnchen als Bunker.
 
Natürlich gehören auch mindestens ein Futtergeschirr und eine Trinkflasche in die Voliere. Sollte man einmal für ein Wochenende wegfahren, so empfiehlt es sich, sicherheitshalber zwei Trinkflaschen aufzuhängen, denn es kann vorkommen, dass die Dosier- Kugel im Mundstück hängen bleibt und dadurch kein Wasser hindurch gelangt.
 
Da Hörnchen liebend gerne klettern, gehören natürlich auch Holzäste und Seile aus Hanf, Sisal oder Naturfasern in die Voliere hinein. Folgende Holzsorten können verwendet werden: Weide, Birke, Ahorn, Linde, Buche, Apfelbaum, Birnbaum, Kastanienbaum. Nicht verwenden sollte man hingegen: Eibe, Nadelbäume (Harz), Akazie, Eiche, Walnuss und sämtliche Steinobstbäume! Die Seile können kreuz und quer durch die Voliere gespannt werden. Manchmal findet man bei einem kleinen Waldspaziergang auch Lianen, diese können auch verwendet werden. Die Streifenhörnchen knabbern auch gerne mal an diesen herum.
 
Zum Ruhen und Beobachten eignen sich Hängematten aus Stoff und kleine Brettchen, die in verschiedenen Höhen angebracht werden. Aber auch eine Schaukel aus Holz wird von unseren Hörnchen gerne benutzt, um tagsüber eine Siesta zu halten.
 
Es empfiehlt sich ein Toiletten-Häuschen in die Voliere zu stellen. Manche Hörnchen wollen aber partout keine Toilette benutzen. Dann kann man versuchen, ein paar Kötel in das Häuschen zu legen. Wenn man Glück hat, nimmt es dann die Toilette an.
 
Es ist wichtig einem Streifenhörnchen auch Beschäftigungsmöglichkeiten anzubieten. Man wird denn auch für seine Bemühungen belohnt, denn es ist immer wieder interessant, das Hörnchen beim Erforschen dieser Angebote zu beobachten. Röhren aus Karton oder Holz, Eierkartons gefüllt mit in Haushaltspapier eingewickelten Leckerlis und ein grosses Laufrad sind einige Beispiele. Das Laufrad sollte mindestens einen Durchmesser von 30cm aufweisen, sonst könnte das Hörnchen einen Haltungsschaden durch die unnatürliche Krümmung der Wirbelsäule erleiden. Sollte man bemerken, dass das Hörnchen das Laufrad exzessiv nutzt, dann entfernt man es besser wieder aus der Voliere und bietet es fortan nur noch während dem Freilauf an.
 
Für Asiatische Streifenhörnchen ist eine Buddel- Kiste mit Erde sehr wichtig. Burunduks gehören zur Familie der Erdhörnchen und leben in der Natur vorwiegend auf dem Boden. Sie bauen meterlange Tunnelsysteme mit mehreren Schlafhöhlen, Futterreservoiren und Toiletten. Die angebotene Erde sollte keinen Dünger und Kleinorganismen enthalten. Gegebenenfalls kann die Erde bei 120°C im Backofen erhitzt oder abgekocht werden, so werden allfällige Kleinorganismen abgetötet.
 
Ebenfalls wichtig ist ein kleines Becken mit Sand (Chinchilla- oder Streifenhörnchen- Sand). Der Sand dient dem Streifenhörnchen zur Fellpflege. Bitte keinen normalen Sand verwenden, denn der ist zu scharfkantig, so dass sich Hörnchen verletzen könnten.
 
Als Einstreu empfehlen wir Maisschrott und Holzschnipsel. Maisschrot ist sehr saugfähig und geruchsneutral. Man bekommt es in Qualipet- Filialen oder in anderen Zoohandlungen. Zusätzlich kann man noch einen Teil des Bodens mit Holzpellets (Baumrindenstreu) bedecken. Dieser bringt einen sehr angenehmen Geruch in die Voliere. Baumrindenstreu erhält man in jeder Zoohandlung oder in grösseren Coop- Filialen. Leider hat Baumrindenstreu die Tendenz zu schimmeln, deshalb muss man diesen Bereich häufiger kontrollieren und gegebenenfalls auswechseln. Katzenstreu sollte nicht verwendet werden, weil es meist parfümiert ist.
 
Als Nistmaterial können normales Kleintierstreu, Laub, unbehandeltes Haushalts- oder Klopapier, sowie der Inhalt einer Kapokschote angeboten werden. Verzichten sollte man hingegen auf Hamsterwatte, denn diese kann zu gefährlichen Darmverschlüssen führen!
 
Im Frühling und Sommer sollte man dem Streifenhörnchen regelmässig frische Zweige zur Verfügung stellen. Die Hörnchen beziehen aus der Rinde und den grünen Zweigen wichtige Mineralien die sie nicht mit dem Hauptfutter aufnehmen können. Diese Zweige ersetzen jedoch nicht die wichtigen Salz- und Mineral- Lecksteine. Es gibt auch kombinierte Salz- Mineralsteine, die man im Zoofachhandel bekommt. Ausserdem sollte man den Hörnchen eine Sepiaschale in die Voliere hängen.
 
Im Winter kann man zusätzlich Vitamintropfen ins Wasser geben. Tropfen für Hörnchen oder andere Nager findet man in der Zoohandlung. Bitte nicht zu viele Tropfen beigeben, denn ein Vitaminüberschuss kann ebenso schädlich wie ein Vitaminmangel sein.
 
Bei kahlen Stellen nach dem Fellwechsel im Frühjahr/ Herbst kann man eine max. zweiwöchige Kur mit Grapefruitkernextrakt durchführen. Dadurch erholte sich das Fell schneller. Grapefruitkernextrakt erhält man in Drogerien.