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Michael Hemmi
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Erster Freilauf
Erster Freilauf (frühestens nach 3 - 4 Wochen!)
 
Wenn sich das Streifenhörnchen nach drei- bis vier Wochen ohne Angst in der Voliere bewegt und auch Futter am Gitter annimmt, können man ohne Probleme einen ersten Freilauf versuchen (nur bei sehr zahmen Tieren auch früher möglich). Dabei sollte man jedoch viel Zeit einberechnen.
Wenn man unter Termindruck ist, sollte man es lieber lassen!
 
Vor dem Freilauf müssen alle Gefahrenquellen beseitigt werden. Es sollten sich keine giftigen Pflanzen, keine Medikamente oder Reinigungsmittel, keine Schokolade oder andere Süsswaren, keine offenen Fenster, kein offenes Feuer wie beispielsweise Kerzen oder Duftlämpchen, keine anderen Haustiere wie Katzen, Hunde etc. im Raum befinden.
 
Falls man (ungiftige) Kübelpflanzen im Raum hat, empfiehlt es sich die Erde oder die Hydrokultur mit einem Gitter abzudecken, sonst wird das Hörnchen die Erde als Buddel- Kiste benutzen.
Beim ersten Freilauf sollte man sich und dem Hörnchen viel Zeit einräumen. Wichtig ist es, sich ruhig zu verhalten und das Streifenhörnchen selbst entscheiden zu lassen, wann und wie es den ersten Kontakt aufnimmt. Am besten sitzt oder liegt man ganz entspannt im Wohnzimmer (oder einem anderen Freilauf- Raum) und nimmt ein paar Nüsse in die Hand. Man kann dem Hörnchen die Nüsse zeigen und abwarten, was passiert. Wahrscheinlich wird das Hörnchen die ersten Nüsse schon bald „abholen“.
 
Ist das Eis erst einmal gebrochen, wird das Hörnchen danach immer wieder kommen, um zu schauen ob man etwas Leckeres anzubieten haben. Streifenhörnchen holen sich das Futter und stecken es meistens zuerst in die Backentaschen, danach suchen sie sich einen ruhigen, sicheren Platz, um das Futter in aller Ruhe zu fressen oder die Nüsse irgendwo zu bunkern.
 
Als Halter muss man selbst entscheiden, ob man die Bunker nach dem Freilauf wieder leeren oder dem Hörnchen die Möglichkeit schaffen will, das Futter an definierten Orten zu bunkern. Wir bieten unseren Hörnchen verschiedene Körbchen und Röhren an, wo sie ihr Futter bunkern dürfen. Ab und zu leeren wir die Verstecke bis auf ein paar wenige Nüsse.
 
Im Herbst werden die Hörnchen besonders fleissig und verfallen einem bisweilen geradezu exzessiven Sammeltrieb. In dieser Zeit leeren wir die Bunker manchmal noch während dem Freilauf und bieten dem Hörnchen die Nüsse danach wieder an.
 
Gerne klettern Streifenhörnchen auch an Hosen oder T-Shirts hoch. Besonders wenn man mitten im Raum ruhig stehen bleibt, nutzten sie die Halter gerne als „Baumersatz“.
Natürlich sollte man dann keine hektischen Bewegungen machen So wird das Hörnchen unter Umständen längere Zeit verweilen.
 
Hörnchen lieben es, sich an verschiedenen Stoffen zu reiben. Dies sieht fast so aus, als ob sie Trockenschwimmübungen machen würden. Bei Stoffen wie z.B. Vorhängen kann es vorkommen, dass sich das Hörnchen mit seinen spitzen Krallen verfängt und sich nicht mehr alleine lösen kann. Wenn das geschieht, verfällt es leicht in Panik, was unter Umständen zu Verletzungen führen kann. Dies sollte, wenn möglich, vermieden werden, indem man alle Stoffe entfernt, in denen sich das Hörnchen verfangen könnte. Stoffe wie Leinen, Baumwolle und Faserpelz stellen erfahrungsgemäss kein Problem dar. Wollpullover, Seidentücher, Vorhänge etc. bergen hingegen die Gefahr, sich zu verletzen. Sollte sich das Hörnchen dennoch verfangen und nicht mehr von selbst befreien können, sollte man sich ihm ruhig und langsam nähern, um ihm zu helfen. Dabei sollte man keine hektischen Bewegungen machen, sonst läuft man Gefahr gebissen zu werden.
 
Unsere Hörnchen lieben es, wenn wir ihnen einen feuchten Lappen in einem Körbchen zur Verfügung stellen. Sie nutzen diesen für die Körperpflege und als Spielzeug. Es ist ein Ersatz für Morgentau, feuchtes Moos oder Gras, welches die Hörnchen in der Natur nutzen, um sich zu waschen.
Auch im Freilaufzimmer sollten man dem Streifenhörnchen verschiedene Klettermöglichkeiten anbieten, so wird die Gefahr auch minimiert, dass das Hörnchen an Sachen hochklettert oder nagt, die nicht dazu geeignet sind. Ausserdem macht es Spass, den Streifenhörnchen beim Klettern, Turnen und Hüpfen zuzusehen.